Pfortz bis 1939

Jahrestabelle

Über das Dorf Pfortz gibt es eine urkundlich begründete erste Erwähnung und eine vermutete. Während sich die vermutete auf das Jahr 369 n. Chr. bezieht, liegt die beurkundete Erwähnung im Jahr 1282.

Damals zählte Pfortz zu den größten Besitztümern des Klosters Weißenburg. Der Frohnhofkomplex dürfte Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Scheunen und Ställe beinhaltet haben, die durch Gräben und Erdwällen, evtl. sogar mit Zäunen geschützt wurden. Zusätzlich zum Fronhofkomplex waren mehrere Holz- oder Lehmhäuser bzw. -hütten mit Garten üblich.

Das Waldgediege Hagenbach, zu dem u.a. auch Pfortz gehört wird 1361 an die Kurfürsten der Pfalz verkauft, aber erst 1484 verkauft das Kloster Weißenburg auch seine Güter und Rechte.
Am Ende des 15. Jahrhunderts wird Pfortz mehrmals verpfändet oder verkauft.

1487 wird eine St. Leonhardskapelle erwähnt.

Im Jahr 1610 gibt es in Pfortz 70-80 Familien, das sind ca. 350 Personen; nach dem 30-jährigen Krieg in dem die Pfalz mehrmals zerstört und verwüstet wurde sind es im Jahr 1650 nur noch 20 Familien.

Im 18. Jahrhundert gibt es mehrmals Streitereien mit den Nachbardörfern wegen Wald- und Fischrechten, aber auch wegen der Grenzziehung, deren Ursache in den immer wiederkehrenden Änderungen des Rheinverlaufes lag.

1768 kommt Pfortz zum Herzogtum Zweibrücken und in den Jahren 1792 bis 1814 steht das Dorf unter französischer Herrschaft.

Im Jahr 1795 werden 293 Morgen ehemaliges Kirchengut von Pfortzern Bürgern ersteigert.

1803 wird eine eigene katholische Pfarrei errichtet, nachdem 1787 die jetzige katholische Kirche erbaut wurde.

1816 kommt die Pfalz, und damit auch Pfortz unter bayerische Herrschaft und in den Jahren 1817 - 1824 findet beim Dorf die Tulla´sche Rheinbegradigung ("Pfortzer Stich") statt. Die Bewohner konnten sich somit verstärkt und erfolgreicher dem Ackerbau und der Landwirtschaft zuwenden.

1824 fanden große Waldrodungen zugunsten Ackerlandes statt. Von den Erlösen konnte unter anderem das längst erforderlich gewordene Schulhaus (später auch Rathaus) errichtet werden. In diesem Jahr leben bereits 932 Seelen im Ort.

1824 gab es noch drei Namensschreibweisen (Porz, Pforz, Pfortz - im Volksmund "Ports"), erst 1836 wurde "Pfortz" als amtliche Schreibweise eingeführt.

1844 wurde die protestantische Kirche eingeweiht.

1854 brach in Pfortz die Cholera aus und verbreitete sich in der Umgebung.

Am 31.12.1882 stand aufgrund eines Dammbruches bei Hochwasser das Dorf fast vollständig unter Wasser.

1888 wurde das neue Schulhaus erbaut, das heute unter "Altes Schulhaus" firmiert.

1913 gab es 9 Gastwirtschaften und mehrere Flaschenbierhandel im Dorf.

Um 1920 wuchsen die Dörfer Pfortz und Maximiliansau an den Kehlen (Altrheinarme) zusammen.

1928 wurde auf dem Grundstück Haupt- /Ecke Luitpoldstraße ein Kriegsgräberdenkmal errichtet.

Zum 01.01.1939 wurden die Dörfer Pfortz und Maximiliansau unter dem Namen Maximiliansau vereint.

(wird ergänzt)

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